| Rückführungen beruhen
teilweise auf der Reinkarnationslehre, die besagt, daß der Geist
oder die Seele mehr als ein Leben auf dieser Erde erfährt und daß
jedes Leben einen Beitrag zur Gesamtpersönlichkeit des sich im Laufe
der Zeiten langsam weiterentwickelnden Geistes leistet. Ein anderer Teil
der Rückführung, wie er im NLP gehandhabt
wird, geht nur bis auf die pränatale Phase im Mutterleib zurück.
Der Glaube an die Reinkarnation geht auf
vorbiblische Zeiten zurück und war in den meisten frühen Kulturen
allgemein anerkanntes Glaubensgut - so zum Beispiel bei den keltischen
Druiden, den Indianern Amerikas, den Indern und anderen spirituell orientierten
Völkern der Welt. Er gehörte auch noch zu den religiösen
Überzeugungen des jungen Christentums und wurde von den Gnostikern
und Essenern gelehrt, mit denen Jesus am Anfang seines Weges lebte und
arbeitete.
Der aufstrebenden Macht der römisch-katholischen
Kirche war es allerdings ein Dorn im Auge, daß eine Seele nach dem
Tode noch weitere Bewährungsmöglichkeiten haben sollte - das
wurde als Untergrabung des totalitären Anspruches ihrer Lehre empfunden.
Folgerichtig wurde die Reinkarnationslehre auf dem fünften allgemeinen
Konzil im Jahre 553 in Konstantinopel als Ketzerei verurteilt.
Manchmal aber lassen sich für Krankheiten
im psychosomatisch verursachten Bereichen keine Ursachen oder Erklärungsmöglichkeiten
in diesem Leben finden; dann ist man froh, im Rahmen einer Rückführung
auf Gedanken zu stoßen, mit deren Hilfe sich krankheitsverursachende
Konflikte auflösen lassen. |