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Das größte magnetostatische Feld der Welt kennen Sie bestimmt
schon - es ist das Magnetfeld der Erde, welches eine Stärke von etwa
40
Mikrotesla hat. Es wird seit der Antike zur Navigation benutzt, weil
sich darin eine Kompaßnadel ziemlich genau nach Norden ausrichtet.
Es gibt Menschen, die darauf schwören, es ginge ihnen am besten, wenn
sie mit dem Kopf nach Norden schliefen - andere schwören auf andere
Himmelsrichtungen. Maßgebliche gesundheitliche Wirkungen scheinen
aber von der Schlafrichtung nicht auszugehen, sonst müßten die
jeweils anders schwörenden inzwischen krank geworden sein.
Wenn wir daran denken, daß
sich unser Körper als ganzes zwar auf veränderte Bedingungen
einstellen kann - jedoch schlechter auf ständig wechselnde Gegebenheiten,
dann wird klar, daß manche Menschen mit ihrer Gesundheit Probleme
haben, wenn das Magnetfeld nicht gleichmäßig ist, wie er es
seit Jahrmillionen gewohnt ist. So sollte man z.B. nicht zu nahe an elektrisch
geschweißten Heizkörpern schlafen,
weil vom Schweißvorgang ein relativ starker Magnetismus zurückbleiben
kann. |
Daß sich das Magnetfeld sogar alle 15 cm verändert, läßt
sich oft bei Federkernmatratzen beobachten,
bei denen die "Himmelsrichtung" von Feder zu Feder verändert ist,
weil die Federn aufmagnetisiert sind. Dann schlägt ein Kompaß,
den man langsam über die Matratze bewegt, recht kräftig abwechselnd
nach links und rechts aus. Bei Ausschlägen von ± 45 Grad ist
die Stärke der störenden Felder 40 Mikrotesla - genausogroß
wie das Erdmagnetfeld. Besser sind in dieser Hinsicht Latex-Matratzen
- sie magnetisieren sich nicht auf. Aber auch eiserne Bettgestelle
habe ich schon mit 100 Mikrotesla und mehr aufmagnetisiert gefunden. In
Stahlskelett- Bauwerken (Industriebauten) oder unter Dächern
aus gebogenen Stahlträgern (das scheint jetzt modern zu
werden) können sich auch starke magnetische
Anomalien befinden.
Andererseits verwendet man
Magnetpflaster (kann man in der Apotheke kaufen) und Magnetfelder
gezielt zur Behandlung lokaler
Störungen am menschlichen Körper. Das geschieht dann aber unter
fachlicher Aufsicht eines Heilkundigen und nicht durch den Zufall, wie
man sich ins Bett legt. |