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Hochfrequenzfelder

Das dürfen sich auch Ihre Kinder ansehen
  Hochfrequenzfelder entstehen an Sendeantennen, in die der hochfrequente Strom hineinfließt und dabei ein Magnetfeld erzeugt, welches sich mit Lichtgeschwindigkeit (ca. 300 000 km/Sekunde) in die Umgebung ausbreitet. Dabei wird die Antenne aufgeladen und erzeugt ein elektrisches Feld, welches sich ebensoschnell ausbreitet. Beim anschließenden Herausfließen des Stromes aus der Antenne wird ein Magnetfeld umgekehrter Polarität erzeugt und auch das nachfolgende elektrische Feld ist umgekehrt gepolt. Die so in schneller Folge (bei 1 Ghz = 1 000 000 000 mal pro Sekunde) entstehenden Feldverteilungen wandern in die Umgebung hinaus und können als Träger von Informationen (Funktechnik) benutzt werden (Sender, Handy). 

  Wenn Sie sich ein Handy kaufen, achten Sie auf einen möglichst niedrigen SAR-Wert.

  Wegen der Ähnlichkeit mit einer Welle, die sich um einen ins Wasser geworfenen Stein ausbildet, spricht man auch von elektromagnetischen Wellen. Hierbei können leicht Teile in Resonanz mit der Welle kommen, die eine ähnliche Länge wie die sogenannte Wellenlänge der Hochfrequenz haben. Eine "Wellenlänge" kommt wie folgt zustande: Bei 1 Milliarde Schwingungen pro Sekunde ist nämlich trotz der enorm hohen Ausbreitungsgeschwindigkeit das Magnetfeld aus obigem Beispiel erst 30 cm weit gekommen, wenn an der Antenne schon der nächste Zyklus des Hineinfließens von Stom in die Antenne beginnt. So laufen die einzelnen Wellen bei dieser Frequenz in 30 cm Abstand hintereinander her.

  Wie Prof.Meyl in [G8] ausführt, werden dabei neben diesen transversalen Hertz'schen Wellen auch longitudinale Tesla-Wellen ausgesendet, die bis heute weitgehend unerforscht sind und denen man starke biologisch schädliche Wirkungen zuschreibt. Auch hier ist die Analogie zur Wasserwelle nützlich, denn außer der sichtbaren transversalen Welle an der Oberfläche wird auch eine (longitudinale) Druckwelle - und zwar mit anderer Fortpflanzungsgeschwindigkeit - in die Tiefe des Wassers geschickt; selbst an der Oberfläche ist die transversale Welle mit Druckerhöhungen (Wellenberg) und Druckerniedrigungen (Wellental) verbunden, was zeigt, daß beide Wellenarten nicht ohne weiteres voneinander zu trennen sind. 

  Diese Wellen durchdringen Holz- und Ziegelwände fast ohne Abschwächung und gelangen auch durch das Glas der Fenster in das Innere von Autos - denn sonst könnten wir im Auto unser Handy nicht benutzen. Andererseits läßt sich ein Mobilfunksender so auch leicht in einer Litfaßsäule, hinter einer Holzwand oder in einem Kirchturm "verstecken". Eine zoombare Karte mit Mobilfunksendern im Stadtgebiet München gibt es unter http://www.muenchen.de/ und dann weiter unter Rathaus/rgu/vorsorge_schutz/strahlen (am besten in die URL-Zeile eintippen und in derselben Zeile weiter): /39006/index.html . Sie gelangen auf die Seite "Strahlenschutz / Mobilfunk". Weiter unten finden Sie den Link "Mobilfunkanlagen in München" (bitte lesen, was da steht) und  darunter wiederum "Karte der Mobilfunkanlagen in München", welche derzeit (22.05.2007) auf einem Server der TU München liegt. 

  Sonst "googeln" Sie nach "Mobilfunk München" oder nehmen den Link http://emf.regtp.de. Das ist die Karte der Bundesnetzagentur über ortsfeste Funktanlagen, auf der Sie nach Eingabe von PLZ und Name der gewünschten Stadt auch andere Orte finden. Dazu müssen Sie in Ihrem Browser die Benutzung von Cookies und Javascript erlaubt haben. Alternativ können Sie auch den Link http://emf.bundesnetzagentur.de/gisinternet/index.aspx verwenden.

  Aber Vorsicht - Auch in der Haustechnik wird Hochfrequenz eingesetzt. So gibt es Babyphone, die das schreiende Baby nicht mehr über Kabel, sondern mittels Hochfrequenz über das Stromnetz des Hauses übertragen. Bei "hochmodernen" Heizungsreglern (Danfoss: "Über Funk - jeder Raum bestens geregelt") werden die Signale der Temperaturfühler über einen kleinen eingebauten Sender an eine zentrale Reglerstation geschickt.

  Die draußen im Garten oder auf dem Balkon angebrachte Wetterstation sendet ihre Werte zu einem kleinen handlichen Display, welches man in der Wohnung ohne Probleme überall hinstellen kann.

   Der Kabelsalat von PC-Netzwerken wird durch Hochfrequenzübertragung ersetzt - das ist dann ein Funk-LAN (oder WLAN) - hochmodern, aber nicht unbedingt gesund. Auch die PLC erzeugt viele Störungen.

  Wenn die Hochfrequenz immer gleichmäßig strahlt, weden - je nach Frequenz - alle Wasseratome im Rhythmus der Frequenz umgepolt, d.h. sie werden im mikromolekularen Bereich laufend um 180 Grad gedreht. Dadurch nehmen sie hochfrequente Energie auf, die sie als Wärmeenergie wieder abgeben. Darauf beruht das Prinzip des Mikrowellenherdes. Und leider wurden nach dieser Norm (sogenannte Brat- und Backnorm) bisher auch die meisten Gutachten über die Schädlichkeit oder Unschädlichkeit von Handys erstellt. Über die athermischen Wirkungen liegen bisher noch keine von allen Seiten anerkannten Grundlagen vor. 

  Und in der Welt gilt immer noch der Grundsatz "Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch" oder "Wes Brot ich eß, des Lied ich sing". Achten Sie daher beim Lesen von Gutachten immer darauf, wer es in Auftrag gegeben (bezahlt) hat. Nach geltendem Recht darf in einem Gutachten nichts falsches stehen. Aber der Auftraggeber darf bestimmen, was nicht hineingeschrieben wird - und durch systematisches Verschweigen kann man im Endeffekt auch lügen. 

  Dicke Betonmauern (Tiefgarage) und Aluminium- Jalousien sowie metallisierte Fensterscheiben haben einen abschirmenden Effekt - jedoch nicht bei allen Frequenzen. Auch gibt es inzwischen Vorhangstoffe, Tapeten und Farben, die hochfrequente Feldstärken reduzieren. Fenster kann man mit metallbedampften halbdurchsichtigen Folien einigermaßen abschirmen (siehe Linkliste). 

  Sie können Ihre Wohnung auf hochfrequente Belastung hin ausmessen lassen, jedoch garantiert Ihnen niemand, daß Sie nicht wenig später von einem neuen Sender "beglückt" werden. Insofern hat es Sinn, Ihre Wohnung von Zeit zu Zeit nachmessen zu lassen. 

  Wenn Sie Lust auf ein schnurloses Telefon haben, kaufen Sie sich kein DECT-Telefon. Bis Ende 2008 gab es auch noch die Option, sich ein Schnurlostelefon nach dem Standard CT1+ anzuschaffen; letztere sendeten nur, während Sie telefonierten. Inzwischen ist der betreffende Frequenzbereich allerdings anders vergeben und Sie riskieren eine empfindliche Strafe, wenn dadurch andere Funkdienste gestört werden. Am allerbesten bleiben Sie beim schnurgebundenen Telefon!

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elohfa.htm, Stand 24.02.2010